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Grillguide, Diablo II und ein 56k-Modem

Privat & Persönlich.

Die kurze Version: Ich bin mit dem Internet groß geworden, habe zufällig entdeckt, dass man damit Geld verdienen kann, und bin seitdem nicht mehr davon losgekommen.

Florian Hieß privat
Foto: David Johansson

Die lange Version

Aufgewachsen
mit dem Internet.

1998: Das Modem

Ein kleines grünes 56k-Modem, das sich piepsend und klackernd einwählt und dabei die Telefonleitung blockiert. Abgerechnet wird nach Minuten, maximal eine halbe Stunde am Tag ist drin. Kaum ist die Leitung wieder frei, ruft die Oma an und beschwert sich, dass ständig besetzt war.

1999 bis 2001: Der erste Verkauf

Diablo II erscheint, battle.net blüht auf, und irgendwann fällt mir auf, dass sich digitale Gegenstände aus dem Spiel über eBay verkaufen lassen. Das war mein erster Kontakt mit Online-Handel, Angebot, Nachfrage, Vertrauen zwischen Fremden und die Frage, wie man ein Angebot so beschreibt, dass es gefunden und geklickt wird. Im Rückblick war das mein erstes SEO-Projekt, nur wusste ich das damals nicht.

Parallel entsteht meine erste eigene Website: eine Clan-Seite mit Forum. Handgebaut, vermutlich furchtbar, aber sie funktionierte.

Der Umweg

Schon in der Schulzeit war klar, dass es Richtung Marketing gehen soll. Nach dem Abschluss landete ich allerdings zuerst im Offline-Vertrieb. Kein verlorenes Jahr: Was ich dort über Verkaufsgespräche, Einwände und Argumentation gelernt habe, brauche ich heute bei jeder Landingpage.

Grillguide: wo beide Leidenschaften zusammenkommen

Am 11. Mai 2014 haben Romana und ich einen Blog gestartet, als Muttertagsgeschenk, unter dem Namen Aufgetischt. Heute heißt er Grillguide und ist einer der größten Grill- und BBQ-Blogs Österreichs mit einer Community von über 45.000 Menschen.

Das ist kein Hobby neben dem Beruf, sondern die Brücke zwischen beidem. Grillguide ist das Projekt, an dem ich alles ausprobiere, bevor ich es jemandem empfehle: SEO an einem echten Content-Projekt, Community Management mit echten Menschen, die zurückschreiben, Social Media ohne Freigabeschleife, und in den letzten Jahren die Frage, wie Rezepte in Antwortmaschinen sichtbar bleiben.

Wer wissen will, ob ich verstehe, wovon ich rede, muss sich nicht auf mein Wort verlassen. Es gibt ein Projekt, an dem man es nachsehen kann.

Dazu kamen über die Jahre ein paar Qualifikationen, die in keinem Marketing-Lebenslauf stehen: zertifizierter AMA-Grilltrainer, Juror der WBQA und der SCA, Judge und Table Captain der Kansas City Barbeque Society.

Was mich sonst umtreibt

Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung, die Frage, wie Menschen und Organisationen es schaffen, sich zu verändern, ohne sich dabei zu verlieren. Und Musik mit Haltung, was man dieser Website vermutlich ansieht.

Ich lebe mit meiner Familie in Gettsdorf in Niederösterreich. Das Internet reicht heute für mehr als eine halbe Stunde am Tag.

Häufige Fragen

Persönliches.

Warum sieht diese Website aus wie ein Punk-Plattencover?
Weil austauschbare Agenturseiten mit Stockfotos und Floskeln genau das Gegenteil von dem sind, wofür ich arbeite. Die Gestaltung ist eine Haltung: klare Kante, keine Beschönigung. Der Inhalt darunter ist trotzdem seriös und nachprüfbar.
Gibt es hier einen Blog?
Auf dieser Seite nicht. Fachliche Inhalte veröffentliche ich im Wissensbereich von Digital Wings, in Gastbeiträgen für Branchenmedien und auf LinkedIn. Privat schreibe ich seit 2014 auf Grillguide.
Was hat Grillen mit Online Marketing zu tun?
Grillguide ist mein Testfeld. SEO, Community Management, Social Media und zuletzt die Sichtbarkeit in Antwortmaschinen probiere ich dort an einem echten Projekt aus, bevor ich Empfehlungen ausspreche. Der Blog trägt sich selbst und muss funktionieren.
Warum hieß der Blog früher Aufgetischt?
Gestartet ist er 2014 als „Aufgetischt, Grillen & Barbecue", ein Muttertagsgeschenk an Romana. Mit wachsender Ausrichtung auf Grillen und BBQ wurde daraus Grillguide. Die alte Adresse leitet weiter.
Was ist Grillguide genau?
Ein Grill- und BBQ-Magazin, das Romana und ich 2014 gestartet haben, damals als „Aufgetischt". Rezepte, Ratgeber, Kerntemperatur-Tabellen und eine Community von über 45.000 Menschen.
Verdienst du damit Geld?
Der Blog trägt sich über Kooperationen und Partnerschaften. Der eigentliche Wert liegt woanders: Er ist das Projekt, an dem ich Dinge ausprobiere, bevor ich sie empfehle.
Was sind AMA-Grilltrainer und KCBS Judge?
Zertifizierungen aus der Grillwelt. AMA ist die österreichische Agrarmarketing-Organisation, die Kansas City Barbeque Society die größte BBQ-Wettbewerbsorganisation weltweit. Als Judge bewertet man auf Wettbewerben.
Was war dein erstes Online-Geschäft?
Der Verkauf digitaler Gegenstände aus Diablo II über eBay, ab 1999. Angebot, Nachfrage und die Frage, wie man eine Anzeige so schreibt, dass sie gefunden wird.
Was machst du, wenn du nicht arbeitest?
Grillen, lesen und Musik hören. Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung interessieren mich auch abseits des Beruflichen.
Warum steht das alles auf einer Business-Website?
Weil Zusammenarbeit eine persönliche Entscheidung ist. Wer wissen will, mit wem er es zu tun bekommt, soll es hier nachlesen können statt es zu erraten.

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